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// Das Nummernschild hab ich mir gemerkt.

  • 25. Jan.
  • 1 Min. Lesezeit

Ein Parkplatz im Wedding. Nacht. Wo genau is egal, weil Parkplätze im Allgemeinen ein diffuses Freiheitsgefühl vermitteln. Oder ging's da ums Reisen? Da muss ich nächstes Mal doch n bisschen besser aufpassen, was die Gesellschaft so in die beparkplatzte Welt hinaus brüllt. 

Zwei Autos stehen da, parken sich an. Die Motoren schnarchen im Wind und gerade läuft ein Mann zurück zu seinem Wagen. Zwei Damen stehen dort, wo er gerade noch war, an ihrem Smart ForFour. Die ganze Szene wirkt nach Transaktionsabschluss. Die Frauen rufen ihm leise irgendwas zu, er nickt, in die andere Richtung schauend, zieht die Mütze tiefer ins Gesicht und steigt aus der Szene heraus. Die hochpolierten und den-Farbmalkasten-von-Cartier-vollkommen-ausgenutzten Brünetten sprechen irgendwelche Befehle in ihr Smartphone, tippen stoisch Antworten oder Fragen hinein und öffnen die Türen. 

Die schalen Lichter der Umgebung zucken mit den Schultern und flackern dabei wie Fernsehbildschirme in nahezu allen Katastrophenfilmen. Im Vorbeirauschen hört man noch Autotüren knallen, motorisierte WrummWrumms und das ejakulative Ende dieses Sekunden-Theaters. Ein Waldfrosch hüpft mir kurz danach vors Rad, ich weiche aus und frage mich, wo denn so ein Waldfrosch so spät noch hin will. Und wieso es hier Waldfrösche gibt. Und was eigentlich genau ein Waldfrosch ist. 


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