Aus dem Blog eines Tunichtguts

// Das kleine Fräulein im Döner-Center.

Ein späterer Samstagabend, der um die 22. Stunde seiner Selbst wuselte. Im nahen Verköstigungssaal des Döner-Centers brannte noch Licht, noch mindestens vier Stunden lang. Wie immer schob sich die automatische Glasfront verzögert auf, forcierte mich zum kurzen Stopp. Pause vom Leben - fast unmerklich knapp bemessen. Linsensuppe, wie immer. Brot? Klar. Auch Jalapeños, bitte. Tamam. Und da saß das kleine Frauchen. Kurz vorher hatte ihr der Döner-Wirt noch die Gabel für den Kebab angeboten. Danke, so isst es sich gleich viel einfacher. Jetzt. Um 21h52 sitzt sie da im neonbelichteten Nachtglimmer. Vor ihr der aufgefaltete Fladen, daneben ein, kalt erscheinendes, Berliner Pils. Vorsichtig stoch

// Söhnchen, so mache mir ein wenig Lärm.

Ach was, ach so. Ach sowas. Weimar, das schreit nach Kultur. Nach Pappeln, Dichtung und Bauhaus. Unschuldiges kleines Städtchen, das der Genieperiode ein Zuhause bieten durfte und sogar einer ganzen Republik zur Konstitution verhalf. Mich durchfährt aufkommende Heiterkeit. Hammerpianos, Junoräume und die Fabulous Four der deutschen Klassik. So vieles was es hier zu entbergen gibt, so vieles was der Entbergung frei zugänglich gemacht wird und noch wesentlich mehr, was sich ihr verschließt und nur zum Vorschein kommt, wenn man tief in sich blickt und den Geheimnissen zuhört, die der Geist dann aufsaugt. Keineswegs spricht man hier von Verbalität, Visualität oder Dergleichen. Die Vibrationen mü

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Der Frühling kam. Ich wollte in die Welt hinaus und mir mein eigen Brot erwerben. Jetzt ist es dann doch nur ein brotloser Blog geworden.

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