// Fragmente (2008-2019) – Teil Neun.


Siebenundzwanzig

Als ich mal dienstags, an einem Mittwoch, in einem Apfelbaum ums Eck flatterte, verschoben sich gleich diverse Regentropfen mit mukulentem Gebaren. Ende?

Achtundzwanzig

Ich spickte, an einem Dienstag, einst, nur für einen Moment, nur für ganz ganz kurz, für nur, im Wenigsten schlummernd, das Baby eines Sekündchens wickelnd, in den Mittwoch hinein. Mittendrin meckerte ein bräsiges Lila am Zaun umher: „Das ist doch eine floskellose Frechheit!“, verging sie in ihrem Monieren. Sven leckte sich indes mit der Zunge an der Nase entlang. Vor drei Zweigchen erst hatte er sie selbst getauft. Das Zünglein an seiner Wange rief sich nun „Happapapyrus“, dessen Eltern, Happapapmamus und Happapapapus, reichlich stolz waren, dass ihr Kleiner in solch einem tollen Mund verweilen durfte. [Die Regel war, um dir, frivoles Leserlein, ein wenig Informationen auf den Weg zu geben, dass Zungen stets zungenbrecherische Namen haben müssen.]

Neunundzwanzig

Woher weißt du, dass deine Erinnerungen wirklich auch Erinnerungen sind? Ist es Erlebtes oder Erfundenes? Besonders, wenn es keinen gibt, der sich daran erinnert außer dir? Wie beweist du einen vergangenen Moment, den nur du hattest? Und zudem. Ist es denn wichtig, ob es Erlebtes oder Erfundenes ist?

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