// Fragmente (2008-2019) – Teil Zehn.


Dreißig

Im Café an einem Tag, der Wolken am Himmel trägt. „Da ist jetzt aber überall Kaffee dran. Komm, hol dir mal noch einen Bagger von hinten.“ Das Persönchen tapst davon. Keine zehn Sekunden später kommt der Winzling wieder zurück. „Es gibt keinen Bagger mehr!“, schmettert er herzzerreißend und weinend. Vollkommen enttäuscht von der Welt und, zurecht, von der eigenen Mutter. Alles scheiße, alles nur Schein. Nichts hat mehr Bedeutung, nichts ist mehr bedeutungsvoll. Keinem kann man vertrauen, das lernt man im Kindesalter vom Baggerholen und wird später Alltag davon überzeugt, dass Mutter, dieses liebe Wesen, einem nur die verstellte Realität vorgelebt hat. Der Bagger ist verschwunden, dafür gibt es jetzt leckeren Kinder-Cappuccino.

Einunddreißig

Von Einem, der hinausgehen wollte um Nieser zu fangen.

Wohlt