// Wahrer Humbug.


Wieder war mein geduldiges Papier seiner Kernkompetenz beraubt. Zwei Monate werden es bald, in welchen ich dem Schreiben abtrünnig wurde. Es fühlte sich an, als müsste ich einen umklammernden Schlummer entkommen. Bin dem Nachdenken untreuer geworden. Lies lieber für mich denken. Den Büchern verfallen war ich, bin ich. Lass mich von den Worten anderer Autoren schamlos hinforttragen. Ich ziere mich vor der Wiederaufnahme der Feder. Nun, ich zierte mich. Perfekt. So bedurfte es lediglich eines Ts um wieder in das kalte, sommerliche Nass der Dichtung und des Erdenkens hinein zu hopsen. „Erdenken“ als Basis, worauf das „Nachdenken“ ganz von alleine kommt. Oder sich beides sogar bedingt. Ein T mehr um das Gesagte im jetzt in die Vergangenheit stolpern zu lassen.

So will ich dem Erlebten hier endlich Genüge tun und schenke dem Papier einige dieser Momente. Bin glücklich, wenn sie mir für meine lange Absenz vergeben und mich wieder in sich aufnehmen.

  • Eine Wanderung durch die Mark Brandenburg schund meinen linken Fuß und zwang mich nach 3 ½ Tagen zur Aufgabe meines Vorhabens. Heiter ist das doch: Die Aufgabe, also etwas, das einen Beginn von etwas darstellt, ist dem Aussehen nach gleichbedeutend mit dem Ende jener gegebenen Aufgabe. Es ist gleichzeitig Alpha und Omega. Herausforderung und Niederlage. Und hierbei auch Sieg und Niederlage in einem. Betörend. [Die Lust und Freude am Schreiben schleicht sich munter wieder in mich.]

  • Habe ich vielen Gedanken nach gedacht. Oder bin ich ihnen nach gegangen? Eine Handlung, die nur eine Reaktion auf vorangegangenes ist. So wie man einem Menschen nach empfindet oder einem Moment nach trauert. Ein Theater nach spielt oder einem Geheimnis nach geht. Einem gegenüber na(c)h bar wird oder Gesten nach ahmt. Vieles bereitet ma