// Sing us the song, you’re the taxi man.


In der 23. Stunde des Tages verweilte er nun stoisch auf dem Fahrersitz. Phlegmatisch blickt er nach vorn. Keine Regung ist auszumachen. Eine Symphonie des Tristen mit aufgebrachtem Gleichklang im zaudernden Dämmerschlaf. Die schlummrige Apathie fesselt mich kurz, überträgt sich, einem Sekundenschlaf nicht fremd, auf das Gemüt. Der Stillstand des Seins im Gefährt, so scheint es, durchpflügt die Aufgebrachtheit der Stadt wie der Gaul das Feld. Wiegt sich liebevoll in Stagnation und Lethargie und weißt mir meinen Platz im unbepflanzten Blumenfeld zu. Karges Brachland breitet sich aus, trübt die lebendigen Lichter der Stadt und lässt mich empathisieren. Zerfrisst ihn der Gram oder küsst ihn die Muse? Ich passiere das Gefährt. Das Feld blüht nun wieder, wurde gepflügt. Lichter scheinen, Lärm besticht. Das Gemüt wurde zärtlich entschleiert, der Gram gezähmt und die Muse erhört. Der Taxifahrer sang mir für kurz sein Lied, mit allen Strophen und dem Refrain. Ich hörte ihm zu, vernahm jedoch nur seine Melodie, die ihn dabei umgab.

Bild: @_stormybrain_

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