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Hallo, du Firlefanz!
Fantastisch, wie du deine Haare heute hinbekommen hast! Weiter so. Und jetzt kurz wieder Fokus: Wie eine Website funktioniert sollte klar sein. Es gibt Erzählungen, Fantastereien, Gedanken und Bilder.
(Herrlich gereifte Texterzeugnisse, die außerhalb des Blogs erschienen sind, gibt es unter dem Reiter:
Archivarium. Sortiert, for your pleasure.)
So hört nun:
Der Frühling kam. Ich wollte in die Welt hinaus und mir mein eigen Brot erwerben. Jetzt ist es dann doch nur ein brotloser Blog geworden.
"Fuck me!"
- Borchert
"Essen is fertig! Mach die
scheiß Kiste jetzt endlich
zu und wasch dir die Hände!"
- Mama
"Brecht sollte ihm die
Phrase polieren."
- ein Fan
"Eine eklatante
Ohrfeige für dass
deutsche Lektorat!"
- Anne, aus der 2b
Suche


// Im allabendlichen Überfluss des Sommers.
24 Grad um 22h30. Le plumage de la nuit macht farblich alles richtig, zerfließt im hell-feierlichen Dunkel Richtung Finsternis und taut die Nacht langsam auf. Unter mir zwei Räder, die meinen neptunesichen Körper zwei Kilometer lang durch Prenzlberg und Wedding nach Hause radeln. Blaue Kopfhörer auf den Ohren, aus denen Leon Bridges’ Coming Home, seidig wie Honig, heraus tröpfelt. Schweigsam streicht die Luft am Gesicht vorbei, umklammert die herumwedelnden Haare und zerfäl
vor 11 Stunden2 Min. Lesezeit


// In Reispapier gewickelt.
Spaziergänge passieren oder sie passieren nicht. Viel darüber nachdenken reibt mir den Magen auf und den brauch ich morgens für den eloquenten Schiss nach meinem ersten Kaffee. Ich zieh im Kopf irgendwelche Linien vom einen Ende zum anderen. Rauchiges Fumatorium. Es ziert sich, was morgens den Anschein macht, dass es nackt nicht arg viel prächtiger wirkt als ne Schale schalen Biers. Irgendwie und nirgendwo erheben sich da sulzige Klänge, die nebulos und pastos aufgetragen zuc
vor 2 Tagen2 Min. Lesezeit


// Hund bellt Schwein an — und Matcha gibt's jetzt mit Erdbeere.
Im äußersten Notfall verzwecke ich mir den Abend mit Bewegtbild-Fummeleien. Wenn der Kopf mit sich im Unreinen ist und auf der Abstellspur des Lebens das Warndreieck wieder mal seine Warnweste trägt, lege ich den Gedankenstrom aufs milde Gleis meiner Untätigkeit. Da liegt es, da siecht es und meistens wandern dann irgendwelche Jugendlichen vorbei und ergötzen sich an dieser schummeligen Baracke des Seins. Da schwelen Hoffnung und Liebesdienste gleichermaßen. Und wer da nicht
vor 3 Tagen3 Min. Lesezeit


// Übergewichtige Gedanken.
Ein Morgen hat zunächst mal viele Gesicht. Er hat alle, wenn nicht sogar mehr, würde man es genau nehmen. Meiner überwiegt — übergewichtig? — mit Nachrichten, die so und nicht anders, in mich rein stromern, sich da massig Platz und Gehör verschaffen und ein betäubendes Gefühl hinterlassen. Sie ziehen an Fäden, die noch gar nicht bereit sind, entfernt zu werden. Wundheilung im Kopf, im Gefühl, am Tresen des Lebens. Bald schon atme ich auf, ein, aus. Und wo es einen erzählte
vor 4 Tagen1 Min. Lesezeit


// Maximaleuphorie im silber-sexy Höschen.
Die Scherben der Woche haben ihre Schärfe verloren — und liegen jetzt wie Konfetti auf dem Freitagabend. Erster des Monats. Wer ein wenig Bescheid weiß, weiß dass die Fourplay Party im KitKat ihre Pfötchen nach einem reckt und den aschigen Gram der letzten vier Tage von dir herunterlecken wird. 19h00. Vorbereitung darauf heißt, dass der Alkohol in süßem Kram verpackt wird und der süße Kram seinen Weg ins Zigarettenpapier findet. It's Friday again, then Saturday, Sunday.. What
vor 4 Tagen3 Min. Lesezeit


// Taubenkadaver im Frühstück.
Is schon n fragwürdiges Vorzeichen, wenn dir morgens direkt ne Taube ins Zimmer kracht und dann tot liegen bleibt. Hat den Frühstückskram auf dem Tisch einmal komplett abgeräumt und liegt jetzt auf Haferflockenspähnen am Boden, umringt von Obst, Hafermilch und ner halb gerauchten Gitane. Kurzes Flügelzucken und dann verstirbt der Morgen erstmal für ne Sekunde. Ich schau mir das morgendliche Martyrium an, trink n Schluck Kaffee — Tasse hatte ich die ganze Zeit über in der Hand
30. Jan.2 Min. Lesezeit


// Wenn Murmeln murmeln, murmeln Murmeln und trinken dabei Kaffee.
Wenn sich im Sommer die Straßen mit Schlafsand befeuchten, leuchten die Augen des Kapitalismus im hiesigen Kaffeehäuschen. Da werden Strategien durchleuchtet, Margen ausgerechnet und Kaffeebohnenschummeleien offengelegt. Da höre ich doch gleich mal viel genauer hin. Makro-Röstereien packen in ihre Kilo-Packungen zw. 5-15 Gramm angeblich weniger rein. Aufs Kilo gerechnet vollkommen vernachlässigbar. Aber, so ein süßes Unternehmen fabriziert ja nicht nur 2 Kilo Kaffee im Jahr.
27. Jan.2 Min. Lesezeit


// Das Nummernschild hab ich mir gemerkt.
Ein Parkplatz im Wedding. Nacht. Wo genau is egal, weil Parkplätze im Allgemeinen ein diffuses Freiheitsgefühl vermitteln. Oder ging's da ums Reisen? Da muss ich nächstes Mal doch n bisschen besser aufpassen, was die Gesellschaft so in die beparkplatzte Welt hinaus brüllt. Zwei Autos stehen da, parken sich an. Die Motoren schnarchen im Wind und gerade läuft ein Mann zurück zu seinem Wagen. Zwei Damen stehen dort, wo er gerade noch war, an ihrem Smart ForFour. Die ganze Szene
25. Jan.1 Min. Lesezeit


// Wie blasse Wolken versuchen, sich einen Reim auf den Andrang auf die Fashion Week zu machen.
Die dunstigen Massen an Fettgewebe werfen sich in Garn, Tafft, Viskose und Teilbestuhlung. Hier rufen Damen, hier zetern Mannen, hier klatschen Duftnoten gegen die stromlinienförmige Farce des ganzen Dilemmas der Präsentierbarkeit. Hier, im brökeligen Hinterhofkeller einer Fabrikloftreihe, mit blutig-siffiger Vergangenheit. Ehemaliges Schlachthaus sein Vater. Der Wedding kommt eben immer mehr. Zu modernen Beats und hochpoliertem Sanatoriums-Chic wedeln da Mannequins durch
23. Jan.3 Min. Lesezeit
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