// Geht er da einst doch tatsächlich alleine in die Oper.


Frech, ganz ganz frech.

Es ist Abend, Tag scheint egal, und der Herr vergnügt sich seelenruhig alleine und unter der Glocke der Kultur verbergend. Er defiliert sein Alltagsgewand nach Außen, zur Schande seines Inneren. Er schmust da mit einem Tanz, giert nach dieser Triller und friemelt in der Pause an einem belustigendem Posament herum. Lustig in seiner Listigkeit.

Es genügt der bequeme Polstersitz, das Rot trägt besondere Lust in sich an diesem Abend, sein Stift, ein altes Stück Papier /Ticket einer verronnenen Berlinale-Karte) und seine schmucke Gier nach Unterhaltung. Da wird besser noch jetzt als morgen der 1. Akt beendet. Morgen ist ja auch gar keine Vorstellung, geht also auch gar nicht.

21h10. Berlin. Komische Oper. Das Stück: West Side Story, in einer Inszenierung von Barry Kosky. Die Choreographie ins Moderne transponiert. Aktuelle Straßenbanden sollen sich hier wiederfinden. (Gang-Mitglieder of Berlin haben dienstags Gang-Rabatt, 5€ für jeden Platz) Bisheriger Eindruck: Frauen und Männer auf der Bühne sind mega hot. Mehr die Frauen. Also, überwiegend. Männer waren okay. Rutschte unruhig auf meinem Platz (Loge 4, rechts, Platz 13) umher.

Pause um. Weiter umherrutschen. Danach schließe ich direkt hier wieder an.