// Das miesmütterliche Berlin.


“Die Welt ist im Wandel. [...] Ich spüre es im ÖPNV.”

- Galadriel Bootleg 2k18

Weg. Furchtbarer Lärm. Unwegsame Unruhe.

Es transportiert so viel Wut, Ärger, Zerwürfnis. Gramerie, die Menschen zerfrisst und ihnen die Seelenfacetten entgleiten lassen. Der ständige, kakophone Pegel, der die herumliegenden Gemüter aufspießt, sie zu Kastanienmännchen zusammensteckt und ihnen grässliche Vorstellungen aus abstrakter Grotesk der Gesellschaft aufoktroyiert. Steckfiguren, die figurativ für das stehen, was vom nun nahenden Winter gebrochen werden kann. Der Sommer, so sorgsam er auch versucht hat sie aufzubauen, die Hitzigkeit zu drosseln und der inneren Sonnenwiese Platz zu verschaffen. All das war scheinbar vergebene Liebkosung. Unachtsam zertretene Pflänzchen und Ranken gieren noch nach Oben, doch pflügt sie der aufkommende, raue Wind unbeachtet nieder. Reißt sie aus und sorgt wieder für einen brach daliegenden Acker. Sicher wird er im Frühling wieder aufs Neue besamt - vielleicht. Aber bis es soweit ist, werden die Falten erstmal etwas tiefer ins Gesicht gezogen und der Tonfall erhält ein dostojewskisches Timbre. Rau, melancholisch, reserviert.

Machen wir es uns also doch erneut in unserer Ungemütlichkeit gemütlich, brechen Argumente vom marodierenden Ast, die im Sommer noch leichtfüßiger umtanzt worden wären. Frönen uns dem Wintermärchen und ziehen uns stetig und leise in unser Versteck zurück. Bravi.

Man muss sich hier von einer ausgemergelten Frotzelattitüde das vorsichtig gewählte Wort verbieten lassen und verbringt zeitlose Stunden mit dem Buhlen um ein wenig Freude und einem spitzbübischen Lächeln, herrje. Verblüfft euch selbst, ihr