// Sportlich (Der Dürstende)


„Ich hatte ihr geschrieben, dass sie für mich, phänotypisch, ein Lichtfeld aus zauberhaften Melodien ist und ich dadurch endlich die Wunderbarkeit, die unlängst zwischen Licht und Schatten weilt, in mir aufnehmen kann.“

– Joey McMillian

Deutlich gezeichnete Eleganz vermaß den Raum und musterte ihn in aller Deutlichkeit. Träumende und in höchster Glückseligkeit schlummernde Sternschnuppen hätten ihre Person nicht magischer erschaffen können. Jede liebevoll platzierte Sommersprosse, jeder wohlgewählte und seidenbetuchte Blick, jede Strähne des gülden kastaniengefärbten Haares umschmeichelte die Wahrnehmung und gab sie nicht mehr frei. Sie zog sie an sich, nicht zu fest, sondern mit einer faszinierenden Bescheidenheit und atemberaubenden Herrlichkeit. Die Lichtreflexionen, die auf ihre Wangen trafen, bewegten sich freudig tanzend um sie herum und gaben all ihren Glanz mit Freude und Liebe an sie ab. Nichts konnte ihr ausgeschlagen werden, wobei sie nicht einmal um etwas bat. Alles verlief organisch und evozierte jenes Verhalten wie selbstverständlich. Es war ein Tänzeln im schneeweißen Feld der Poesie und sie wusste, wie sie keines der dicht gewachsenen Blümchen zertrat. Eine elegante Noblesse, so weich und herrlich, dass mir die Betrachtung zur empfundenen Lust als Befriedigung völlig ausreichte. Die Momente, nach den passenden Worten zu stöbern, verliefen sich ins Unendliche und darüber hinaus. Ein repetitiver Prozess, der immer dieselben Phrasen ins Bewusstsein schleuderte. Randomisierte Freundlichkeit, herzerwärmende Ehrlichkeit oder sinnlose Hinterfragung. Worte, die sich routinierter hätten nicht anfühlen können, kamen ins Schlingern und durchbrachen die Absperrungen der Semantik, hinaus ins Wortgewirr des Unverständlichen. Die Adoleszenz hatte mich selten so schnell eingeholt und direkt ins Präpubertariat katapultiert.