// הדים.

23.07.2018

 

Still schweigend, schreitend über quietschenden Untergrund. Ein Schimmer, der Gold und Braun zelebriert, ihm entgegenschwebt und ihm Ruhe einhaucht. Bänke, die zum Niederknien einladen und eine Front, die zum Aufsehen aufruft. Gewaltige Orgelpfeifen hinter mir schweigen, aber verbreiten eine Imposanz, die mich gebannt auf den höchsten Ton warten lässt.

Mehr Quietschen, mehr Gold.
Durch das Echo der Ruhe vernehme ich die Stille noch deutlicher und inhaliere sie. Sie legt mich in ein betörendes Ambiente, bettet mich in archaische Ehrfurcht.
Ich atme die kalte Luft ein und stoße sie warm wieder aus. Schwarz und Weiß. Entstehung und Vergänglichkeit. Leben und Tod. Finden und Verlieren.

Das Kreuz kennzeichnet beinahe jede Fuge des Gemäuers. Heilig scheinen Goldkugeln um Köpfe, während Hände schützend in die Höhe gerissen werden.
Die harte Bank erstattet mir einen kurzen Besuch, zähmt mich für einen Augenblick und entlockt mir Worte, Töne und Gedanken, die dem Alltag flüchtig erscheinen. Reminiszenzen an Jugend und den damit verbundenen Katholizismus durchströmen mich, verschaffen sich Gehör und peitschen neue Klänge hervor.
Für den Moment halte ich inne;
lasse ihn

 

wirken.



 

 

 




Hinter mir stützt eine Frau den Kopf in die Hände. Verzweiflung, Ehrfurcht oder Müdigkeit? Was bewegte sie hier her?

 

 






Mit einer vorbeiziehenden Nonne schließe ich, trete zurück hinaus und nehme das abendliche Ruhemahl mit. 18h30. Wieder einmal. 

 

 

 

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